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Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige in Poschitni

Das Rehabilitationszentrum für ausstiegswillige Drogenpatienten wurde vor Jahren von der orthodoxen Bruderschaft der hl. Anastasija der Kettenlöserin in St. Petersburg im abgelegenen Dorf Poschitni in der Region von Pskov gegründet. Im Zuge der Arbeit mit Straßenkindern hatte sich die Schaffung einer solchen Institution immer mehr aufgedrängt. Die Zahl der Drogenabhängigen in Russland wird je nach Quelle heute zwischen einer Million bis zu über sechs Millionen beziffert. Trotz des immensen sozialen Problems gibt es jedoch bisher kaum ausreichend Therapieangebote in staatlichen Institutionen.
2009 übergab die Bruderschaft das Zentrum in Poschitni dem St. Petersburger ökumenischen „Fonds Diakonia“ zur weiteren Betreuung. Im "Fonds Diakonia", der unter der Leitung der Drogenfachärztin Elena Rydalevskaja steht, arbeiten orthodoxe, evangelische und röm.-katholische Basisorganisationen von St. Petersburg zur gemeinsamen Förderung der Sozialarbeit zusammen.
Das Rehabilitationszentrum in Poschitni bietet pro Jahr rund 30 jungen Erwachsenen die Möglichkeit, mittels eines adaptierten 12-Stufen-Programms einen Ausweg aus der Sucht zu finden und neue Lebensperspektiven zu gewinnen. Der eigene Landwirtschaftsbetrieb dient nicht nur zur Selbstversorgung, sondern spielt auch in der Therapie eine wichtige Rolle. Denn zu ihr gehören sowohl individuelle Pflichtarbeit als auch Gruppenarbeit sowie regelmäßige Gespräche mit Mönchen des Klosters aus dem Nachbarort Puschkinskie gory.
Dem Zentrum ist eine Sozialwohnung angeschlossen, wo die Patienten nach Abschluss ihrer Therapie eine gewisse Zeit verbringen, um sich auf die Rückkehr in die Gesellschaft konkret vorzubereiten. Von hier aus suchen sie sich eine geeignete Arbeitsstelle, lernen die Gruppenarbeit der anonymen Drogenabhängigen (AD) kennen, die sie später weiter besuchen müssen, und führen Gespräche mit Psychologen über die Herausforderungen, die sie zu Hause erwarten.
Projektinformation auf einen Blick: Flyer (pdf 238 kb)
Weitere Informationen auf der Webseite des Projektpartners: http://cidc-spb.ru/
Letzter Projektbericht: Aus RGOW Nr. 3, 2013 (pdf 238 Kb)



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